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H.B.

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Der Jainismus - die “Tierschutz-Religion”.

Den Jainismus als “Tierschutz-Religion” zu bezeichnen, ist sicherlich eine starke Vereinfachung dieser, vor vielen Jahrtausenden in Indien entstandenen Religion. Dennoch ist diese Bezeichnung nicht ganz unberechtigt, weil in keiner anderen Religion - auch nicht im Buddhismus und Hinduismus - der Schutz allen Lebendigen derart im Mittelpunkt steht wie bei den Jainas.

Obgleich der Jainismus etwas Einmaliges ist, gibt es auch in der abend- ländischen Geistesgeschichte eine bedeutsame religiöse Strömung, die sich, nicht nur was die vegetarische Lebensweise angeht, sondern auch in anderer Hinsicht in erstaunlichem Maße mit dem Jainismus übereinstimmt, nämlich die Pythagoräer. In beiden Religionen geht es darum, daß die Seele auf ihrer Wanderung durch unzählige Körper geläutert und gereinigt wird. Askese und eine “reine” Lebensführung, wozu auch der Verzicht auf Fleischverzehr gehört, sind dabei von besonderer Bedeutung. Offenbar liegen beiden Religionen Erkenntnisse und Erfahrungen aus einer frühenVorzeit der Menschheit zugrunde. Im Gegensatz zu den Pythagoräern gibt es jedoch bei den Jainas auch heute noch blühende Gemeinden, und zwar vor allem in Indien sowie in Nordamerika und England.  

Im Rahmen unserer Sendung “Tierschutz und östliche Weisheitslehren” hatten wir den Jainismus bereits vorgestellt. Diese Sendung wurde von Joachim Berger, unserem Redaktionsmitglied, auf unseren Internet-Seiten durch seinen Beitrag ( > Alle Wesen achten - das Geschenk der indischen Religionen ) ergänzt. Das Echo hierauf war so, daß wir uns entschlossen haben, auf die Religion der Jainas auf unseren Internet-Seiten und in späteren OKB-Sendungen nochmals etwas näher einzugehen.

 Hierzu darf der Verfasser dieser Zeilen noch folgendes persönlich anmerken: Ich habe viele Jahre in öffentlichen Veranstaltungen Vorträge über Buddhismus und verwandte Themen gehalten. Darunter war ein Vortrag am      08.11.1989 für die Volkshochschule Berlin-Steglitz und das “Bildungswerk der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgemeinschaften”. Das Thema: “2800 Jahre Jainismus - die Religion der Gewaltlosigkeit”. Die Reaktion der Zuhörer war derart positiv und für mich so beeindruckend, daß ich noch deut- licher die Notwendigkeit sehe, die interessierte Öffentlichkeit, vor allem die Tier- schützer, Tierrechtler, Vegetarier ...,  über die Jaina-Religion zu informieren.

Der Jainismus ist für manchen Tierschützer und Vegetarier eine klare   und  überzeugende Alternative zu den in unserem Kulturkreis vorherrschenden Religionen. Denn während es bei diesen erheblicher geistiger Verrenkungen bedarf, um aus ihren jeweiligen heiligen Schriften etwas zugunsten der Tiere herauszulesen, ist die Botschaft der Jainas völlig eindeutig:  “Ahimsa” - alles Leben ist zu achten und zu schützen! Das ist nicht bloße Theorie, sondern mit einer konsequenten Lebenspraxis verbunden, die mitunter Verwunderung, aber bei allen, die ein Herz für Tiere haben, Bewunderung hervorruft.

Falls Sie, liebe Leserinnen  und Leser, sich etwas ausführlicher über den Jainismus und sein Verhältnis zu den Tieren informieren wollen, dann lesen Sie bitte auf den folgenden 3 Seiten die gekürzte Fassung des Beitrages                    > “Vegetarismus und Tierschutz in der Jaina - Religion,                        den der Verfasser  in der Zeitschrift “Der Vegetarier”, Heft 3/1977 *, veröffentlicht hatte: 

           (1) > Mahavira und die “Ahimsa”

           (2) > Ahimsa und Vegetarismus

           (3) > Panjrapols (Tierheime)

                                                                                   Herbert Becker
 

Zu sehr informativen und aktuellen Beiträgen
(in Deutsch und Englisch) über die Jainas, deren Religion alle Lebensbereiche betrifft und somit weit über Tierschutz hinausgeht,  bitte Grafik anklicken  >

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> www.schopenhauer-indische-religionen.de

Für Diskussionen und Fragen 

                           > htttp://schopenhauer-indische-religionen.blogspot.com

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* Vollständige Fassung des o. a. Beitrages von Herbert Becker
             > Webseite des “Vegetarier-Bundes Deutschlands”